(Bewusstseins-) Bildung in der Elektromobilität

Einer 2016 veröffentlichten Studie des Klima- und Energiefonds zufolge birgt die Elektromobilität das Potential in Österreich bis 2030 über 30.000 Jobs und über drei Milliarden Euro an Wertschöpfung zu generieren. Zwei Faktoren spielen dabei eine maßgebliche Rolle:

Die Realisierung dieser Potentiale erfordert in erster Linie die Marktdurchdringung der Elektromobilität und eine Sicherung der Technologiekompetenz in Österreich. Beide Faktoren haben mit Bildung zu tun – einerseits mit Bewusstseinsbildung und andererseits mit attraktiven Bildungsangeboten für alle Bildungsniveaus.


Mittels Bewusstseinsbildung zur Marktdurchdringung
Die Marktdurchdringung der Elektromobilität benötigt in der jetzigen Phase insbesondere Bewusstseinsbildung auf Basis objektiver und valider Information. Die Aufbereitung von einfach verständlichen, neben dem rationalen Denken auch die Emotionen ansprechenden Unterlagen mit dem Potential einer viralen Verbreitung stehen hier im Zentrum.

Der „Ergebnisbericht im Rahmen des Projektes Future Fleet“ teilt die Menschen und ihre Haltung der Elektromobilität gegenüber in drei Kategorien ein: Begeisterte, Kritische und Ablehner. Diese Untersuchung zeigte, dass besonders Personen mit kritischer und ablehnender Haltung nicht ausschließlich mit objektiven Zahlen und Fakten überzeugt werden können, sondern in einem ersten Schritt auf der Gefühlsebene begeistert werden müssen, um eine auf stichfesten Informationen basierende Diskussion auf einer sachlichen Ebene zu ermöglichen.

Die Kraft von virtuellen und realen Multiplikatoren ist hierbei zu nutzen. Etwa durch emotionale, virale Videos in den sozialen Netzwerken oder durch die Einbindung und Schulung von realen Multiplikatoren, wie Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, Personen aus der Autobranche oder lehrbeauftragte Personen.


Mit Bildung die Technologiekompetenz sichern
Die Automobilbranche steht nach Jahren stabiler Strukturen und Entwicklungen vor einem tiefgreifenden, disruptiven Wandel. Damit der wichtige Beitrag dieser Branche zum Wirtschaftswachstum weiterhin bestehen bleibt, gilt es proaktiv dem Wandel vorzugreifen und entsprechende Fachkompetenz und Bildungsangebote aufzubauen.

Dabei sollten bestehende Bildungsmöglichkeiten adaptiert, parallel aber auch neue Bildungsangebote kreiert werden. Fort- und Weiterbildungen, die schnelle Effekte erzielen, wird es für die Sicherung der Technologiekompetenz genauso brauchen, wie weitere Universitäts- und Fachhochschullehrgänge.


Mit gutem Beispiel vorangehen
Österreichs erstes umfassendes Weiterbildungsangebot im Bereich Elektromobilität, E-Mob-Train (E-Mobilitäts-Training), sei an dieser Stelle als Beispiel für eine Bildungsinitiative genannt. Ziel ist die Weiterbildung und Vernetzung von Personen, welche sich beruflich mit Elektromobilität beschäftigen (möchten). Absolventinnen und Absolventen erhalten ein Zertifkat der Donau-Universität Krems und haben die Möglichkeit, sich als klima:aktiv Kompetenzpartner auszeichnen zu lassen.

Der aktuelle Lehrgang ist im Oktober 2017 gestartet und wird von HERRY Consult, die Berater®, der Donau-Universität Krems und Kalomiris Consulting angeboten.

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Dieser von Philip Pascal Kalomiris, M.A. verfasste Beitrag wurde auch im Newsletter der Bundesinitiative eMobility Austria (BieM) veröffentlicht. Nähere Informationen zur BieM finden Sie unter www.biem.at.

Stand: 28.10.2017

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